A year ago today …

Hallihallo ihr Lieben!

Schon länger brennt es mir unter den Nägeln, einen richtigen „Abschiedsbeitrag“ zu schreiben und ein kleines Fazit zu ziehen. Heute ist es genau ein Jahr, seit dem Ende meines AuPair-Jahres, daher bietet sich dieser Tag an, wie kein anderer!

Obwohl ich auf diesen Post richtiggehend hingefiebert habe, weiß ich jetzt nicht so recht, wo ich anfangen soll.
Wenn ich daran denke, dass es nun tatsächlich schon ein Jahr ist, seitdem ich zurück bin, bin ich hin- und hergerissen zwischen Wehmut und Freude; Fernweh und dem Glück, wieder die Unterstützung meiner Familie in unmittelbarer Nähe zu haben. Es gibt selten Tage, an denen ich die Kids nicht vermisse und ich kann es kaum erwarten, sie wieder zu sehen!

Es ist tatsächlich so, dass mit jedem Tag die positiven Erinnerungen mehr und mehr in den Vordergrund rücken. Ich kann noch immer mein Verlangen, nach einem Jahr endlich wieder „in den Schoß der Familie zurückzukehren“, nachvollziehen. Es gab immer größere Differenzen zwischen mir und meinen Gasteltern und zudem hatte ich zunehmend das Gefühl, in diesem winzigen Kaff eingesperrt zu sein; die mangelnde Mobilität (kein Auto) hat mir echt zu schaffen gemacht.

Aber dieses nahtlose „in die Familie passen“, wie vor dem Jahr hat nicht so ganz funktioniert. Ein großes Problem für mich unmittelbar nach meiner Rückkehr war, dass sich auch Deutschland nicht mehr wie mein Zuhause angefühlt hat. England war wirklich zu einer zweiten Heimat geworden und so wie ich gelernt hatte, ohne meine Familie auszukommen, hatten diese das Leben mit einem nur selten anwesenden Mitglied gelernt. Teilweise habe ich mich wie Fehl am Platz gefühlt – was keineswegs an meiner Familie lag! Die hat mir einen sehr herzlichen Empfang bereitet und sich mit in meine Vorbereitungen für’s Studium gestürzt. Aber ich war gefühlt noch immer in England und oft nur körperlich in Deutschland anwesend.

Nach rund einem Monat ging es dann los mit heftigem Fernweh. Obwohl ich kurzzeitig nochmal mit meinem Papa in England war und auch die Kids für ein paar Stunden gesehen hatte, wurde ich leicht hibbelig. Ich hatte noch gut drei Wochen bis Studium, wenig zu tun und überhaupt: „normalerweise“ wäre ich schon längst wieder mit zwei kleinen Kids beschäftigt gewesen! Auch noch nach einem Jahr vermisse ich das regelmäßige Fliegen, das Rauskommen, was neues sehen. Hier verfällt man doch schnell in den „alten Trott“ und zudem sind hier tendenziell mehr Verpflichtungen gegeben. Das Jahr in England war doch ein Stück sorgenfreier – zumindest wenn man sich nicht gerade um das Wohlergehen von zwei Rabauken sorgen muss.

Ich habe mir gerade noch einmal mein kleines Zwischenfazit nach einem Vierteljahr durchgelesen und war überrascht, wie vieles davon ich immer noch genau so unterschreiben würde! Die Eingliederung in die Familie hat nur noch bei wenigen Gelegenheiten so richtig funktioniert, aber meine Selbstständigkeit und auch mein Selbstvertrauen haben nur hinzugewonnen durch das eine Jahr. Auch über zwei Jahre nach Beginn meines Abenteuers halte ich diesen Schritt für einen der besten in meinem Leben – und ich würde es sofort wieder tun!

Dieses Gefühl, alle möglicherweise (eher: todsicher!) aufkommenden Schwierigkeiten überwunden zu haben, eine zweite Heimat (wenn auch nicht unbedingt zweite Familie) bekommen zu haben und all das zwangsläufig ohne (oder mit wenig) Unterstützung von Eltern, Verwandten und Freunden – das ist ehrlich gesagt ein ziemlich geiles Gefühl!

Noch etwas zum Thema Unterstützung: auch wenn sich das vielleicht anders anhört, habe ich von vielen Seiten Unterstützung bekommen. Meine Familie hat sich in den härtesten ersten drei Wochen jeden einzelnen Abend Zeit genommen, um mit mir zu skypen. Ich habe einige Freunde in England hinzugewonnen, die mir sehr am Herzen liegen, die ich keinesfalls missen möchte und die immer ein offenes Ohr und guten Rat zu geben hatten. Und wenn es um den Umgang mit den Kids ging, kam immer die meiste Unterstützung von meinen Gasteltern (insbesondere meiner Gastmutter). Für sie stand außer Frage, dass ich mit den Kids umgehen und das ist vermutlich das größte Vertrauen, das man einem anderen Menschen entgegenbringen kann.

Für alle zukünftigen AuPairs, die dies lesen, noch einige Tipps:

  • Wenn ihr sicher seid, dass ein AuPair-Job das Richtige für euch ist – lässt euch nicht davon abringen! Ausnahmen und gute Gründe, es nicht anzupacken, gibt es immer, aber lasst euch nicht von euren eigenen Zweifeln oder denen eures Umfelds davon abringen, möglicherweise die beste(n) Erfahrung(en) eures Lebens zu machen!
  • Lasst euch nicht herumschubsen und ausnutzen! Es ist keine Niederlage, wenn man die Familie wechselt oder gar abbrechen muss. Meine Freundin Natalie hat lange mit sich gehadert, ob sie die Familie wechseln soll und dann die perfekte Gastfamilie gefunden, zu der sie noch immer eine sehr innige Beziehung hat.
  • Gebt aber auch nicht bei den kleinsten Schwierigkeiten auf! Boxt euch durch – meist lohnt es sich.
  • Ihr sollt euch nicht herumschubsen lassen; aber wenn ihr gerne Zeit mit „euren“ Kids verbringt, ist es überhaupt kein Problem, mehr tun zu wollen!

Das vergangene Jahr scheint manchmal wie im Flug vergangen zu sein und manchmal fühlt es sich an, als würde es sich ziehen wie Kaugummi. Mittlerweile sehe ich gerne auf das Auslandsjahr zurück, vermisse die Kids inbrünstig und wünsche mir regelmäßig nach England zurück. Gleichzeitig ergehe ich mich in meiner Unabhängigkeit hier, bin froh, in einem vertrauteren Umfeld zu sein und genieße mein Leben!

Vielleicht geht diese Ambivalenz nie ganz weg.

Bitte entschuldigt den etwas wirren Aufbau – genauso wirr sind meine Gedanken zu dem Thema 🙂
Wer auch in Zukunft wissen möchte, was bei mir so los ist, kann mir sehr gerne auf Books and a Cuppa Tea folgen. Hauptsächlich geht es um Bücher, aber es kommen auch Beiträge zu anderen Themen.

Liebe Grüße
Celina xxxx

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Das erste letzte Mal

Hallo ihr Lieben!

Bevor es für mich am Dienstag endgültig nach Hause geht, will ich noch kurz den Bericht von meinem Wochenende in London nachtragen. Das ist jetzt auch schon wieder drei Wochen her, aber besser spät als nie 🙂

Morgens um viertel vor sechs habe ich das Haus verlassen, um den National Express-Bus nach London zu nehmen. Für die eine Nacht von Samstag auf Sonntag hatte ich mir ein Hostel-Bett gebucht, daher habe ich dort erstmal meinen Koffer abgeliefert, bevor ich das Tagesprogramm in Angriff genommen habe. An dem Samstag habe ich nämlich die Churchill War Rooms besucht.

Die standen schon länger auf meiner To-do-Liste und waren eines der DInge, die ich noch unbedingt und auf jeden Fall in diesem Jahr erleben wollte.
Ich fand es absolut genial und würde es auch wieder tun, lasse hier aber mal die Bilder sprechen. Nur eine Anekdote will ich erzählen, da sonst auch eines der Bilder wenig Sinn macht.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die Räume, die Schaltzentrale der britischen Regierung während des Krieges waren, abgeschlossen und erst unter Margaret Thatcher wieder geöffnet. Um die Räume der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurde auch eine Inventur vorgenommen. Dabei hat man im Schreibtisch von einem der Offiziere einen Briefumschlag mit einigen Zuckerwürfeln gefunden. Zucker war aufgrund der Rationierung während des Krieges ein sehr rares Gut und dieser Offizier hatte seine Portion gut versteckt. In einer kleinen Einführung von einem Freiwilligen hieß es dazu: „Man vertraute seinen Kameraden zwar die dunkelsten Kriegsgeheimnisse an – aber beim Zucker, da war der Spaß vorbei.“ Die Zuckerwürfel liegen auf dem Schreibtisch, den der Offizier damals benutzte und so kann man auch heute noch über 70 Jahre alte Zuckerwürfel sehen.

Danach habe ich mich mit Natalie am Piccadilly Circus getroffen, wo wir zuerst den Waterstones unsicher gemacht haben, bevor wir zusammen Mittag gegessen haben.
Gegen Nachmittag haben wir uns mit Nico im Hyde Park getroffen und zu dritt haben wir den Rest des Tages verbracht.

Am nächsten Morgen habe ich um kurz vor zehn ausgecheckt und mich dann auf den Weg zur Tower Bridge gemacht, denn für diesen Tag hatte ich mir vorgenommen, die Tower Bridge Exhibition zu besuchen. Diese führt zunächst in die beiden Türme der Tower Bridge, welche über die zwei „Stege“ verbunden sind, bevor man auch die Maschinenräume besuchen kann. Dort wird der Mechanismus zum Hochziehen der Brücke erklärt.
Am Besten gefallen hat mir der Ausblick, den man von eben jenen zwei „Stegen“ hat.

Nach diesem tollen Erlebnis habe ich mich auf den Weg in den Regent’s Park gemacht. Dort habe ich mich mit Natalie und drei weiteren deutschen AuPairs getroffen, welche auch in London leben. Nach einem schönen, lustigen Nachmittag mit netten Menschen hat Natalie mich noch nach London Victoria begleitet, wo die Coach Station ist. Von dort habe ich mich also auf den Weg nach Gloucestershire gemacht. Um viertel vor zehn war ich wieder in Newent, wo meine Gasteltern vergessen hatten, mich abzuholen. Nach dieser Verzögerung ging es dann aber schnell ins Bett und um halb elf war auch dieses Wochenende zu Ende – das letzte Mal in London.

Mittlerweile sind es nur noch  vier Tage, bis ich mich auf den Weg nach Deutschland mache. Im Augenblick ist mein Gastvater da, denn dieses Wochenende ist die Hochzeit seines Bruders und er wird sich gegen später auf den Weg nach Wales machen.
Aufgrund der Hochzeit haben wir fünf unser Abschiedsessen auf letztes Wochenende verschoben und waren sehr lecker essen im Beefeater.

Liebe Grüße,
Celina xx

Ein Jahr

Hallihallo ihr Lieben!

Heute ist es genau ein Jahr her, dass ich mich in den Flieger nach England gesetzt habe, um mich in das große Abenteuer „AuPair“ zu stürzen. Ein paar Tage später ging mein erster Beitrag aus Großbritannien online und seitem ist so viel passiert. Von den ersten dreieinhalb unglaublich anstrengenden Wochen, über einen sehr entspannten Februar und März, hin zu Geburtstagen, Museen. neuen Freunden, Festivals. Paraden. Feiern, britischem Essen und zwei kleinen Kids, die mir sehr ans Herz gewachsen sind.

Mittlerweile sind es nur noch 26 Tage, bis es heißt, endgültig Abschied zu nehmen. Da, im Rückblick, die letzten 12 Monate so unglaublich schnell vergingen, werden auch diese letzten Tage ruck zuck rum sein. Im Augenblick überwiegt bei mir auf jeden Fall die Freude, wieder nach Hause zu gehen. Klar, ich hatte immer mal wieder Ferien in Deutschland, aber für dieses Jahr waren England und meine hostfamily mein zuhause und nicht Deutschland und meine Familie. Deutschland war „Urlaub“ und in England hat sich ein Großteil meines Lebens in diesem Jahr abgespielt. Aber ich freue mich sehr, nach Deutschland zurückzukehren und ich kann es auch kaum erwarten, bis es im Oktober mit meinem Studium losgeht.

Hinzu kommt, dass ich in den letzten paar Monaten gemerkt habe, dass ich nicht dafür gemacht bin, auf dem Land zu leben und schon zweimal nicht dafür, ohne Auto auf dem Land zu leben. Es gab immer mal wieder tolle Festivals, Städte und Sehenswürdigkeiten, welche ich gerne besucht hätte, mit den Öffentlichen aber fast nicht erreichbar sind. Ohne Auto macht es hier einfach wenig Spaß und dementsprechend bin ich froh, wenn diese letzten 26 Tage vorbei sind.

Die letzten zwei, drei Wochen waren ereignisreich in Hinsicht auf das Arbeiten. Begonnen hat es mit einer Woche, in der meine hostmum C. Fortbildungen hatte, wodurch sie später als normalerweise zuhause war, sodass ich das Kochen und Abendessen mit den Kids übernommen habe.
In der Woche darauf wurde die Großmutter meiner hostmum ins Krankenhaus eingeliefert. C. ist daher oft nach Derbyshire gefahren, um sie zu besuchen, wodurch ich das komplette Abendprogramm mit den Kindern übernommen habe – also Kochen, Essen und ins Bett bringen.
Nachdem sich am Wochenende ihr Zustand verschlechtert hat, ging es diese Woche ziemlich drunter und drüber. C. hat von der Arbeit frei bekommen, war am Montag ein paar Stunden zu Hause, bevor sie wieder zu ihrer Oma gefahren ist. Geplant war, dass sie am Dienstagvormittag da sein würde, um dann nachmittags wieder zu ihr zu fahren. Leider ist die Oma aber in der Nacht auf Dienstag gestorben, sodass C. zuhause geblieben ist und mehr oder weniger die ganze Familie sich hier versammelt hat.Gegen später musste C. dann doch noch einmal zum Krankenhaus fahren, sodass ich wieder einige Stunden mit den Kindern alleine hatte.
Heute ist der erste Tag, an dem wieder alles nach Plan läuft, was aber im Augenblick noch bedeutet, dass C. den Vormittag frei hat, da die Große in die Schule gebracht und abgeholt werden muss.
Diese Woche war also wirklich ein großes Tohuwabohu.

Letzten Samstag wollte ich mich mit einem spanischen AuPair in Gloucester treffen, sie ist aber nicht aufgetaucht. Ärgerlich war das vor allem, da am Samstag in Cardiff International Food & Drink Festival war, das ich gerne besucht hätte, wofür mir dann aber die Zeit nicht mehr gereicht hat.

Dieses Wochenende werde ich nach London gehen und mich noch einmal mit Natalie treffen. Es ist ihr letztes Wochenende in Großbritannien und wird das letzte Mal sein, dass wir uns hier treffen. Wie schnell die Zeit vergeht!

Liebe Grüße,
Celina xx

Imjin Barracks & Malvern

Hallo ihr Lieben!

In den letzten zweieinhalb Wochen hat meine Gastfamilie mich zu zwei Events eingeladen, über die ich hier noch berichten möchte.

Das erste, am 9. Juni, war das Imjin Music Festival. Ich hatte vorher noch nie davon gehört, aber in Gloucestershire, Herefordshire und Umgebung ist das schon etwas Großes. Dabei wird der Geburtstag der Queen gefeiert und zwar auf dem Gelände der Imjin Barracks.
Imjin Barracks sind das Hauptquartier des ARRC, ein NATO-Korps, an welchem sich 17 Nationen beteiligen, beispielsweise Großbritannien und Deutschland (bis 2010 war der Sitz des Hauptquartiers in Rheindahlen bei Mönchengladbach). Außerdem, ganz privat, ist es der Arbeitsplatz meiner hostmum, die dort als zivile Krankenschwester tätig ist.
Zum Imjin Music Festival kommen jedes Jahr ein paar Tausend Menschen zusammen (in diesem Jahr waren es wohl rund 5000, ein neuer Rekord) um, wie schon gesagt, den Geburtstag der Queen zu feiern. Da es dieses Jahr der 90. war, hat die britische Armee noch ein bisschen „den Einsatz erhöht“ und mehrere Flugzeuge fliegen lassen, die man sonst eher nicht mehr sieht. Beispielsweise eine der Hurricanes, die während des Zweiten Weltkriegs eingesetzt wurden und eine entscheidende Rolle im Luftkampf gespielt haben. Die hat Loopings am Himmel gezogen und es war ein echter Spaß, dabei zuzugucken.

Danach sind noch zwei Hubschrauber vorbei geflogen. Von dem einen habe ich ein halbwegs anständiges Bild geschossen, aber von dem zweiten, der an und für sich spektakulärer war, hab ich das nicht geschafft. Der zweite war deshalb interessanter, weil er einer der Hubschauber mit „Tandem-Rotoranordnung“ (sagt Wikipedia 😉 ) ist, die man eher selten in „freier Wildbahn“ sieht. Damit ihr wisst, welchen ich meine, hänge ich hier das Bild von Wikipedia an.

Seinen Namen muss das Festival natürlich auch irgendwo her bekommen und so – sure enough – gab es auch Musik. Zunächst haben Schulen aus der Umgebung verschiedenste Lieder zum Besten gegeben und gegen später hat eine Army Band dann Musik gemacht – und zwar richtig gut!

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Es hat also ordentlich Spaß gemacht. Dazu hat auch beigetragen, dass ein Großteil der Familie meiner Gastmutter vorbei gekommen ist und es so zu einem großen, lustigen Familientreffen wurde.

Das zweite Ereignis war die Royal Three Counties Show auf dem Three Counties Showground, den ich im September 2015 beim Busfest schon einmal besucht habe. Es ist eine landwirtschaftliche Ausstellung, bei der alles von Tieren, über Futter und Zubehör oder „Fanartikel“ bis hin zu Maschinen ausgestellt und verkauft wird. Für die Tiere werden zudem Preise verteilt.
Die unterschiedlichen Gattungen waren in Zelten oder Scheunen untergebracht, wo man sie anschauen konnte. Wir haben uns erstmal zum Geflügel begeben, denn seit knapp zwei Monaten hat meine Gastfamilie zwei Enten, daher wollten die Kinder erst die Enten sehen und auch die Eltern waren daran interessiert. Dort gab es nicht nur Preise für das schönste Geflügel, sondern auch für die besten Eier und die am schönsten verzierten Eier.
Danach haben wir uns ein wenig in den unterschiedlichsten Zelten herumgetrieben; Schafe, Ziegen, Kühe und Bienen gesehen.

Bevor es zum Höhepunkt des Tages (zumindest für mich) ging, haben wir noch eine Falknerei und Flugschau gesehen, sowie einen Wettkampf zwischen zwei Gruppen von Shetlandpony-Reitern und eine Vorstellung von Cinderella auf Pferden.

Der letzte Programmpunkt für uns war für mich der Höhepunkt des Tages: ein Auftritt der King’s Troop Royal Horse Artillery. Es ist die einzige Gelegenheit, bei der man diese außerhalb Londons sehen kann. Normalerweise kommt sie bei Staatsbesuchen oder sonstigen zeremoniellen Auftritten zum Einsatz. Hinzu gehören fünf Kanonen aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, die jeweils von sechs Pferden gezogen werden. Der Auftritt war besonders beeindruckend, da die Pferde in vollem Galopp Figuren gelaufen sind, bei denen man dachte, sie rauschen jeden Moment ineinander.
Einen Schockmoment gab es dennoch, als ein Pferd, das glücklicherweise keine Kanone gezogen hat, seinen Reiter abwarf und durchging. Es ist gegen zwei der Kanonen gerannt, die immer noch mit vollem Tempo gezogen wurden – letztendlich können die Pferde nicht von jetzt auf gleich stoppen und die Kanonen selber haben keine Bremse. Verletzt wurde aber glücklicherweise niemand, auch der abgeworfene Reiter saß kurz darauf wieder auf einem anderen Pferd.

Zwischendurch sind wir herumgewandert und haben uns immer mal wieder zum Vater meiner hostmum gesetzt, der dort seit über 20 Jahren als Aussteller tätig ist. Von dort haben wir auch The Red Devils gesehen. Diese sind das Fallschirmspringer-Team bei Auftritten und dabei sowohl das britische Fallschirmspringer-Regiment, als auch die gesamte britische Army vertritt.

Also zwei sehr spannende und interessante Events, die ich hier besuchen konnte.

Liebe Grüße,
Celina xx

The Big Bang Theory & Science

Hallöchen ihr Lieben!

Da letzte Woche Montag in Großbritannien ein Feiertag war, habe ich mich für das verlängerte Wochenende auf den Weg nach London gemacht und mich dort mit Natalie getroffen.

Da National Express netterweise eine Haltestelle in Newent hat, konnte ich mich am Samstagmorgen dort in den Fernbus setzen und die fast vierstündige Fahrt nach London genießen. An der Victoria Coach Station angekommen, habe ich mich erst einmal auf den Weg nach Pinner gemacht, wo mich Natalie von der tube-Station abgeholt hat. Zusammen waren wir einkaufen – beim Lidl zum ersten Mal seit Wochen wieder deutsche Wurst – und haben dann meine Sachen bei ihr abgeladen. Danach sind wir nach London gefahren, wo wir durch den Hyde Park spaziert sind (das war für mich ein erstes Mal 🙂 ). Im Anschluss haben wir noch bei einem gemütlichen Italiener zu Abend gegessen, bevor wir uns auf den Heimweg zu Natalie gemacht haben. Den Abend haben wir dann mit Cider und The Big Bang Theory ausklingen lassen.

Am Sonntagmorgen haben wir uns dann auf den Weg zum Science Museum gemacht (dazu werde ich noch Bilder auf der Photos-Seite einstellen). Wir hatten das Pech uns in den hintersten Teil, den Mitmach-Teil zu verirren, der eher für Jüngere ausgelegt ist.
Von dort sind wir zum Buckingham Palace gelaufen, denn diesen hatte ich vorher noch nicht gesehen. Dort war recht viel los, da wohl erst kurz vor unserer Ankunft ein Rennen zu Ende gegangen ist. Wir haben uns also schnell vom Acker gemacht und sind zum Trafalgar Square gelaufen, wo eine kleine Shopping-Orgie meinerseits ihren Anfang genommen hat. Diese haben wir nur durch eine Kaffeepause unterbrochen. Für unser Abendessen haben wir uns aber wieder auf den Weg nach Pinner gemacht und erneut den Tag mit The Big Bang Theory beendet.

Der Montagmorgen hat sich wieder so ein bisschen im Sand verlaufen (da zeichnet sich bei uns beiden eine Tendenz ab; den letzten gemeinsamen Vormittag gehen wir irgendwie immer super-entspannt an). Wir haben einfach die Zeit bei Natalie zuhause verbracht und waren nochmal kurz einkaufen, bevor ich mich wieder auf den Weg zur Victoria Coach Station gemacht habe. Abends gegen halb sechs war ich wieder zuhause.

Seitdem ist eher wenig passiert. Wir hatten (und haben immer noch) geniales Wetter mit viel Sonnenschein und richtig angenehm. So haben die Kids und ich viel Zeit draußen verbracht.
Montag und Dienstag dieser Woche war der Kleine krank, seit gestern Abend schwächelt die Große.

Heute Abend findet auf dem Gelände, wo meine Gastmutter arbeitet, ein Music Festival zur Feier des 90. Geburtstags der Queen statt – mit Fallschirmspringern, Flugschauen und (wer hätt’s gedacht) Musik. Darauf bin ich echt gespannt.

Bis dahin, liebe Grüße aus dem sonnigen Newent,
Celina xx

House Tour

G’day everybody!

Ich dachte, ich gebe euch heute einmal einen Einblick in mein Zimmer und das Haus, in dem ich hier lebe. Die folgenden vier Bilder zeigen mein Zimmer. Die Tür, an der die blaue Regenjacke hängt führt übrigens in mein Badezimmer, davon habe ich allerdings kein Bild gemacht.

Die nächsten paar Bilder sind Eindrücke aus dem Haus. Mein absoluter Lieblingsplatz im Winter ist dabei, vor dem Kamin, ebenso wie die Küche, die ich toll finde.

Bei uns ist mittlerweile auch der Frühling angekommen, manchmal ist es sogar schon sommerlich warm. Im Garten blüht es überall und die zwei Enten, die vor drei Wochen eingezogen und mittlerweile vier Wochen alt sind, können den ganzen Tag draußen verbringen. Außerdem hat meine hostmum vor ein paar Monaten ein kleines Gemüsebeet angelegt, in welchem mittlerweile die Kartoffeln richtig groß werden. Ich sitze abends, wenn meine hostmum mich ablöst, gerne im Garten auf der Bank, während die Sonne scheint. Das ist einfach der beste Ort und Zeitpunkt, um ein Buch zu genießen.

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Von Samstag bis Montag (der ja netterweise bank holiday ist) bin ich in London und verbringe noch einmal ein paar Tage mit Natalie.

Ansonsten fängt bei mir mittlerweile schon die Sorge um die Rückreise im August an. Ich bin schon am Päckchen planen und mir Sorgen machen. Dabei ist es mittlerweile fast ganz gesichert, dass ich mit meinem Vater im September noch einmal hierher fahren werde und dabei die Möglichkeit haben werde, einige Sachen mitzunehmen. Also könnte ich mich eigentlich zurücklehnen und es genießen, dass ich mich doch nicht bei meinem exzessiven „englische Bücher kaufen“ zurückhalten muss 😀

Liebe Grüße,
Celina xx

Das Ende naht …

Hallo ihr Lieben!

Ich genieße gerade mit den zwei Kids das gute Wetter, das uns seit einigen Tagen erfreut. Wir haben noch eine viertel Stunde, bevor es nach Newent in die Bücherei geht.
Da wollte ich die Zeit nutzen und ein kleines Update schreiben. Seit dem Wochenende steht nämlich fest, wann mein Flug nach Deutschland geht.

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Am 9. August werde ich um 16.50 Uhr in Birmingham in den Flieger steigen, der mich endgültig nach Stuttgart bringen wird. Es wird dann fast 13 Monate her sein, dass ich mich zum ersten Mal auf den Weg nach Großbritannien gemacht habe. In diesem Jahr ist so viel passiert und ich freue mich immer noch, dass ich den Schritt gewagt habe.

Jetzt habe ich also noch zweieinhalb Monate in England, es sind auch noch ein paar Dinge geplant. Die werde ich genießen. Aber wenn ich ehrlich bin: ich freue mich auch schon sehr auf die Zeit danach.

Liebe Grüße,
Celina xx