Halloween 🎃👻 & Familie ❤

Hi’ya!

Die Ganze Welt weiß, dass Halloween erst heute ist, die Royal Military Academy hat aber beschlossen, Halloween schon gestern zu feiern und die Verbrennung von Guy Fawkes gleich dazu zu packen.20151030_181315
Los ging das Spektakel um 17 Uhr mit Karussells für die Kleinen, gefolgt von einem riesigen Lagerfeuer
und einem Feuerwerk, das sich gefühlt ewig hingezogen hat, aber sehr schön war. Auf dem Bild sieht man das leider nicht (weil ich es auch relativ spät gemacht habe), aber oben auf dem Bretterstapel saß eine Puppe in einem Stuhl, die Guy Fawkes darstellen sollte.
Ich hab mich die ganze Zeit gewundert, warum auf der Straße vor dem Lagerfeuer Rauch ist, bis ich realisiert habe, dass das Wasserdampf von einer echt großen Pfütze war. Es hatte nämlich den Tag über ziemlich geregnet und an der Stelle bildet sich immer ein kleiner See. Und dieser kleine See ist verdampft. Ein Feuerwehrmann hat uns dann auf seinem Wärmemesser gezeigt, wie warm es im Inneren des Feuers ist – über 800°C!20151030_203425
Danach gab es wie gesagt noch ein Feuerwerk, von dem die Große sehr und der Kleine null begeistert war 🙂
Es war auch wirklich viel los, geschätzt würde ich sagen 1000 Personen. Und das waren nur die Familien! Mein hostdad hat gemeint, wenn die Kadetten dazu kommen sind das nochmal rund 1000 Leute mehr! Wenn man an einem normalen Tag hier entlangläuft, glaubt man das gar nicht, weil alle in den Gebäuden sind. Das ist dann immer sehr überwältigend, wenn sich alle auf einem Haufen befinden.

Natalie, die von Donnerstag auf Freitag bei mir übernachtet hat, und ich haben uns daraufhin noch einen Hotdog gegönnt. Wir waren voll begeistert von der Hotdog-Wurst; das war keine von diesen komischen englischen Bratwürsten, sondern eine richtige!
Als ich Natalie später zum Bahnhof in Camberley gebracht habe (ca. 2 Stunden später), sah das Feuer immer noch so aus und hat auch noch ganz ordentlich Wärme verbreitet. War also ziemlich kuschelig gestern 😀

20151030_175438Schon am Mittwoch haben mein hostdad und die Große Halloween-Laternen gemacht – die sahen super aus!
Meine hostmum meinte, dass heute vermutlich das große „trick or treat“ stattfinden wird und hat mir eine große Schüssel mit Süßigkeiten hingestellt.

Ich bin mal gespannt, wie der heutige Tag abläuft; gegen drei Uhr werden mein Papa und zwei von meinen Schwestern hier ankommen. Die drei fahren wieder am Donnerstag und ich freu mich unglaublich auf diese fünfeinhalb Tage ❤ ❤

Das war’s schon wieder für diese Woche, nächste Woche werde ich vermutlich einiges mehr zu berichten haben, da wir ziemlich viel Sightseeing machen werden ❤

Bis dahin,
eure Celina xx

Duty

Hi there!

Ich hatte mit dieser eine Woche, die überhaupt nicht dem Alltag entsprach!
Mein Gastvater war die gesamte Woche über weg (hat Montagmorgen das Haus verlassen und ist gestern gegen halb fünf heimgekommen). Meine hostmum hatte diese Woche duty. Für sie sah die Woche also so aus:

Dienstag 7am bis Mittwoch 7am – Arbeit
Mittwoch 7am bis Donnerstag 7am – frei
Donnerstag 7am bis Freitag 7am – Arbeit
Freitag 7am bis Samstag 7am – frei
Samstag 7am bis Sonntag 7am – Arbeit

Für mich hieß das, dass ich Mittwoch und Freitag mehr oder weniger frei hatte (musste die kids nur aufwecken), dafür aber Dienstag, Donnerstag und Samstag den kompletten Tag mit den beiden hatte. Dienstag und Donnerstag war für mich also auch ins Bett bringen angesagt, was ich ja überhaupt nicht leiden kann. Aber wie ich vor fast einem Monat schon einmal gesagt (also geschrieben 😀 ) habe: die Tage mit den kids gehen mir mittlerweile immer leichter von der Hand. Dementsprechend stellt für mich eigentlich nur noch das ins Bett bringen ein Problem dar.
Dienstag ist nursery-Tag für die beiden, also war Dienstag im Großen und Ganzen wirklich kein Problem. Mittwoch hatte ich dann endlich einmal die Möglichkeit, meinen Sprachkurs auch auch an diesem Tag zu besuchen. Donnerstag stand Rugby auf dem Plan. Der Kleine saß zwar die Hälfte der Zeit nur auf meinem Schoß und wollte nicht mitmachen (aus einem Grund, der sich mir leider nicht erschloss), lustig war es aber trotzdem.

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Wer versteckt sich denn da?

Freitag war für mich ein kleines Highlight. Ich muss mit Schande gestehen, dass ich an dem Tag zum ersten Mal einen Pub besucht habe. Ich habe mich in Camberley mit vier anderen Au Pairs getroffen (drei aus Deutschland und eine aus den Niederlanden) und wir waren frühstücken. Mein English Breakfast war sehr lecker – wenn auch ohne baked beans, die mag ich nämlich nicht 🙂 – und dazu gab’s eine heiße Schokolade mit einer MENGE Schlagsahne 😀
Die anderen waren aber zum Teil nicht so begeistert, weil zum Beispiel auf den Lachs-Bagels kein geräucherter Lachs war, sondern richtige Lachsfilets. Das hat dann wohl nicht so besonders geschmeckt. Und eine hatte Pfannkuchen mit Ahornsirup bestellt und stattdessen Marmelade dazu bekommen. Trotzdem war es sehr schön und lustig. Danach habe ich mir noch ein Paar Sportschuhe von adidas gekauft. Bei meinem letzten London-Besuch habe ich nämlich festgestellt, dass ich wirklich nicht die richtigen Schuhe habe, um viel zu laufen. Also musste ein Paar Sportschuhe her. Die haben mir gut gefallen und sind super gemütlich ❤IMG-20151025-WA0001

Samstag morgen kam spontan Jacqui mit ihrem hostchild für ein playdate vorbei. Der Vormittag war also schnell rum und nachmittags bin ich mit den beiden zum Tesco gelaufen (in den neuen Schuhen und ohne Blase!) Ich habe ein paar Kleinigkeiten gebraucht und konnte so auch die Große ein bisschen ermüden, weil sie laufen musste 😀
Als abends dann mein hostdad heimgekommen ist, hat er mit den beiden eine lange Fernsehnacht gemacht, sodass sie bis kurz vor zehn wach waren. So wollte er verhindern, dass die beiden aufgrund der Zeitumstellung heute morgen zu früh aufwachen.
Apropos Zeitumstellung: meine hostmum war von der einen Stunde mehr überhaupt nicht begeistert, denn so musste sie nicht 24 Stunden, sondern 25 Stunden arbeiten.

Nächste Woche ist mid term, die zwei Kiddies haben also keinen Kindergarten. Auch das Rugby donnerstags findet nicht statt. Mal schauen, was ich mit den beiden mache. Möglicherweise kommt Natalie an einem Tag vorbei, das wäre ziemlich toll!

Und heute in einer Woche wird auch schon ein Teil meiner Familie hier sein ❤ ❤

Bis dahin, liebe Grüße,
Celina xx

Wie ein typischer Touri

Hallo alle miteinander!

Ich hatte am Samstag wieder einmal das Vergnügen, London zu besuchen. Natalie und ich hatten uns am Mittwoch verabredet, zusammen nach London zu gehen. Zu dem Zeitpunkt stand noch nicht fest, ob Natalie in England bleiben kann, d.h. eine neue Gastfamilie findet, oder ob sie nach Deutschland zurückkehrt. Dieses Wochenende (17./18.10.) wäre in dem Fall ihr letztes in England gewesen und das mussten wir nutzen. Schon bei unserem ersten gemeinsamen London-Besuch, der in eine Shoppingtour ausgeartet ist, hatten wir beschlossen, noch einmal zusammen nach London zu gehen und Sightseeing zu machen.

Ab Donnerstag stand fest, dass wir das British Museum besuchen wollten, danach möglicherweise noch den Hyde-Park. Das war also der Plan, aber wie das mit Plänen so ist: hat nicht funktioniert. Der erste Teil schon, im British Museum waren wir nämlich. Und es war echt toll! Ich bin ja mehr so der Statuen und Architektur-Fan, deswegen war das für mich genau das Richtige – außerdem fand ich es super, den Stein von Rosette zu sehen!

Natalie und ich hatten uns an der tube-Station ‚Russell Square‘ getroffen und sind auf dem Weg zum Museum über denselbigen gelaufen. Das ist zwar ganz offensichtlich nicht der größte aller Parks, aber er war sehr schön!

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Natalie war nach dem Museum ein bisschen enttäuscht, weil es so gut wie keine Gemälde gab, sie aber unbedingt welche sehen wollte. Wir haben uns erst mal beim Pizza Hut eine Chicken Supreme-Pizza gegönnt (mit superleckeren Teig-Käse-Röllchen anstelle des Randes) und unseren Reiseführer befragt. Danach war dann beschlossene Sache, dass wir noch die National Gallery besuchen.

Die National Gallery ist am Trafalgar Square gelegen, wo, besonders bei unserer Ankunft, die Hölle los war. Das Wetter war nicht allzu schlecht und auf dem Bereich vor der National Gallery gaben einige Straßenkünstler Vorstellungen.

Vom Trafalgar Square sind wir erst in Richtung Big Ben etc. gelaufen, haben uns dann aber umentschieden und uns beim Leicester Square (direkt neben Chinatown) in ein Café gesetzt, mit leckerer Heißer Schokolade für mich ❤

Von dort haben wir einen Spaziergang nach Covent Garden gemacht, waren in der „Markthalle“ dort, bevor wir weiter über die Waterloo Bridge zur Waterloo Station gelaufen sind. Hier haben wir uns dann getrennt, sie ist mit der tube zum Bahnhof St. Pancras gefahren, während mein Zug von Waterloo ging.

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Blick von der Waterloo Bridge, mit beleuchtetem London Eye

Sonntagabend kam von Natalie noch die tolle Nachricht, dass sie eine neue Familie gefunden hat 🎉🎊
Eigentlich wollten Jacqui und ich uns am Sonntag treffen, aber sie hatte solche Nackenschmerzen, dass sie mehr oder weniger den Tag im Bett verbracht hat. Ich hatte dafür ein vier (!) Stunden langes Skype-Gespräch mit meiner Familie und habe Wäsche gewaschen. Außerdem konnte ich mal wieder ausschlafen, da meine hostmum und die Kids nicht da waren 👍

Heute fing die Woche recht entspannt an, da die zwei Kiddies wieder im Kindergarten waren und ich zur Sprachschule gegangen bin. Danach haben die Große und ich nochmal den Mug Cake gemacht, wobei diesmal auch meine hostmum und der Kleine etwas abbekommen haben 😄

Meine zwei hostchildren sind jetzt auf dem Weg ins Bett, morgen werde ich das ins Bett bringen übernehmen dürfen 🙈

Bis dahin, liebe Grüße,
Celina xx

Liebster Blog Award

Liebster-blog_AwardHiya everybody!

Heute kommt von mir ein Beitrag, der eher wenig mit dem Thema Au Pair zu tun hat, denn Cambridge Girl hat mich für den Liebster Blog Award nominiert, wofür ich hier schon mal danken will!
Sinn und Zweck dieses virtuellen Awards ist es, (noch) unbekanntere Blogs kennenzulernen. Für mich bdeutet das nicht nur, dass ich jetzt hier sitze und mich freue wie ein Honigkuchenpferd, sondern auch, dass ich 10 Fragen beantworten darf/muss, die Cambridge Girl sich ausgedacht hat.

1. Hast du als Kind lieber Peter Pan oder Pinocchio geguckt/gelesen? Warum?
In meinem Fall kann man vermutlich nciht von „lieber“ sprechen, denn Peter Pan war für mich irgendwie nie ein Thema, bevor ich hierher gekommen bin. Hier läuft der Film echt oft (der DVD sei’s gedankt), aber warum der in meiner Kindheit irgendwie nie zur Sprache kam, weiß ich nicht.

2. Dein derzeitiges Lieblingslied?
Das ist definitiv Fight Song von Rachel Platten. Das Lied höre ich gerade rauf und runter 🙂

3. Welches war in den letzten Wochen dein schönster Moment?
DAS ist eine miese Frage! Da gibt es einige Momente und ich kann mich echt nicht entscheiden! Absolut toll war das letzte Wochenende in Deutschland, aber ich bin auch mit weniger zufrieden: Es ist schon jedes Mal super, wenn mir eins von den Kids einen Kuss aufdrückt!

4. Was oder wen vermisst du beim Reisen am Meisten?
Das ist ohne wenn und aber meine Familie! Ich habe erst hier gemerkt, wie genial die eigentlich ist 😀 ❤

5. Liegst du im Urlaub lieber am Strand und arbeitest an deinem Teint oder erkundest du auf eigene Faust die Sehenswürdigkeiten?
Ich bin schon eher der Sehenswürdigkeiten-Erkunder. Wenn ich einen Tag nur am Strand liege, habe ich das Gefühl, den Tag verschwendet zu haben. Ich will etwas tun und ich will so viel wie möglich aus meinem Urlaub mitnehmen!

6. Zwei Dinge, ohne die du das Haus nicht verlassen würdest?
Wahlweise ein Buch oder mein E-Reader und mein Geldbeutel. Wenn ich ohne Geldbeutel das Haus verlasse, fühle ich mich immer ein bisschen nackt. Und hier ist der Geldbeutel sogar noch wichtiger, weil ich sonst nicht wieder auf das Gelände komme!

7. Wer sind deine Kindheitshelden?
Da musste ich lange darüber nachdenken und schlussendlich würde ich sagen … Pippi Langstrumpf! So super stark sein und alleine leben?! Wer will das nicht? Ach ja – Herrn Nilsson darf man natürlich nicht vergessen! Wie cool ist denn bitte ein Affe als Haustier?

8. Gehst du eher in den Club oder in die Kneipe?
Hier in Camberley gibt es mal mindestens einen tollen Pub, also tendiere ich dazu, „in die Kneipe“ zu antworten 🙂

9. Was liegt derzeit auf deinem Nachttisch?
Das sind bei mir einige Sachen. Also zum einen mein Tagebuch, mein Kalender, mein aktuelles Buch The Complete Short Stories – Hercule Poirot von Agatha Christie, mein E-Reader und ein Bild von meiner Familie.

10. Schaffst du es, allen Menschen gleich viel Respekt entgegenzubringen?
Na, wenn das mal keine philosophische Frage ist! Die Standardantwort ist wohl: „Ich gebe mir Mühe!“ Und das trifft bei mir auch zu – nur dass es einfach manche Menschen gibt, die keinen Respekt verdient haben. Warum sollte ich Respekt gegenüber einem NPD-Parteimitglied empfinden? Oder gegenüber einem Mörder? Einem Mobber?
Mein Aufenthalt hier in England hat dafür gesorgt, dass ich dafür zum Beispiel Flüchtlingen, Migranten, auch Auswanderern mehr Respekt entgegenbringe. Denn hier merke ich, wie schwer es in einem fremden Land sein kann; auch wenn man die Sprache im Großen und Ganzen gut beherrscht und auch nur anderthalb Stunden (mit dem Flugzeug) von Zuhause weg ist.
Außerdem hat Respekt vermutlich auch viel mit Vorurteilen zu tun. Wenn mir eine typische „Assibraut“ gegenübersteht, bringe ich ihr ehrlich gesagt vermutlich nicht besonders viel Respekt entgegen. Aber unter dem blonden Haarschopf (schließlich ist das hier ein Klischee 😀 ) verbirgt sich ja möglicherweise ein ganz helles Köpfchen. Also müsste ich vermutlich erst mal mit meinen Vorurteilen aufräumen, um allen Menschen gleich viel Respekt entgegenzubringen.


Die Regeln für den Liebsten Blog Award sind:
1. Danke dem Blogger, der Dich nominiert hat.
2. Verlinke den Blogger, der Dich nominiert hat.
3. Füge eines der Lovely-Blog-Award Buttons in Deinen Post ein.
4. Beantworte die Dir gestellten Fragen.
5. Erstelle 10 neue Fragen für die Blogger, die Du nominierst.
6. Nominiere 5 Blogs, die weniger als 300 Follower haben.
7. Informiere die Blogger über einen Kommentar, dass Du sie nominiert hast.


Ich nominiere:

Juliane

Flavia

Sophie

Eva

Inês


Hier sind meine zehn Fragen an euch:

  1. Sommer oder Winter?
  2. Warum hast du angefangen, zu bloggen?
  3. Was ist (bisher) dein liebster Platz/Ort auf der Welt?
  4. Welches Buch liest du gerade?
  5. Kaffee oder Tee?
  6. Von welchem Kinderserien-Song hast du einen Ohrwurm, weil deine Gastkinder die Serie lieben?
  7. Was vermisst du an Deutschland ganz besonders?
  8. Selber kochen oder auswärts essen?
  9. Was, glaubst du, ist das Besondere an deinem Blog?
  10. In zehn Jahren …

Ich wünsche euch viel Spaß beim beantworten,
Celina xx

Mug Cake

Hallihallo ihr Lieben!

Ich habe heute mit meiner Großen einen wunderbaren Mug Cake (auf gut Deutsch: Tassenkuchen) gemacht und dachte, das muss ich mit euch teilen!
Zum einen ist der nämlich super lecker (wenn auch eine absolute Schoko-Kalorien-Bombe!), zum anderen kann man den auch perfekt mit kleineren Kindern machen.

Von dieser Website habe ich das Rezept und hier seht ihr unser Endergebnis:

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Noch zwei Anmerkungen: Die Tasse sollte entweder wirklich groß sein (in meine passen ca. 600ml und ihr könnt ja sehen, wie voll sie war), oder ihr nehmt zwei bis drei kleinere Tassen. Im Rezept heißt es zwar, dass sie nur 1 1/2 Minuten gebraucht hat, ich habe mit der 700W-Mikrowelle 3.20 Minuten gebraucht. Dann war er oben und an den Seiten zwar noch leicht flüssig, innen aber perfekt ❤

Liebe Grüße,
Celina xx

Dankbarkeit

Hallöle ihr Lieben!

Dieser Beitrag wird ein bisschen anders als normalerweise, da ich euch nicht erzählen werde was seit meinem letzten Beitrag passiert ist (das wäre auch ein äußerst kurzer Beitrag 😀 )

Ich habe gerade die neuesten Beiträge von Hannah auf ihrem Blog Neuseeland – eine Prise Fernweh gelesen. Darin schreibt sie über das (frühe) Ende ihrer Au Pair-Zeit und zieht ihr Fazit. Zuerst einmal muss ich hier sagen, dass ich es toll finde, wie ehrlich sie auch weiterhin schreibt und vor allem auch, dass sie immer noch schreibt. Das kann ich nämlich auch auf den Tod nicht ausstehen, wenn es auf einem Blog einfach keine Aktualisierungen mehr gibt – ohne Erklärung, für den Leser „einfach so“! Um Ehrlichkeit bemühe ich mich auch immer und das fällt mir ehrlich gesagt nicht schwer. Besonders in der heftigen Anfangsphase, habe ich ja auch immer mal wieder gesagt, wie schwer das in dem Augenblick war.
Ich finde es auch gut, dass sie so ehrlich ist zu sagen, dass Au Pair sein nicht wirklich das Richtige für sie ist. Wenn es bei ihr auch nur ansatzweise im Vorfeld so lief wie bei mir, gab es doch den ein oder anderen, den man quasi überzeugen musste, warum ein Jahr als Au Pair genau das Richtige für einen ist. Und dann doch zugeben zu „müssen“, dass das eben nicht stimmt, stelle ich mir hart vor. Außerdem ist es einfach immer total bescheuert, wenn die eigenen Erwartungen nicht in Erfüllung gehen.

Hier möchte ich zunächst einmal Hannah zitieren, mit ein paar Sätzen die mir durchaus aus dem Herzen gesprochen haben: „Man überlegt sich jedes verdammte Mal ob man aus seinem Zimmer gehen soll/kann und wann am besten (natürlich wenn die weg sind). Man ist immer gut gelaunt und lächelt, auch wenn man eigentlich wütend, traurig oder müde ist.“ Besonders abends, wenn ich nicht geholfen habe, die kids ins Bett zu bringen, überlege ich immer ewig; ‚Geh ich jetzt noch runter? Kommt das vielleicht merkwürdig? …‘ Und es stimmt auch absolut, dass man eher nicht zugibt, wenn es einem nicht so besonders geht. Wenn’s was heftiges ist, redet man natürlich mit seiner Gastfamilie, aber diese kleinen Wehwehchen, die in der eigenen Familie natürlich ohne Probleme angesprochen werden, lässt man in der neuen Familie unter den Tisch fallen.

Wenn ich mal mein eigenes kleines Fazit zu ihrem Fazit ziehen darf, muss ich sagen, dass meine Erwartungen sehr genau mit ihren Erwartungen bzw. Gründen für das Au Pair-Jahr übereinstimmen:

1 – Mitglied einer anderen Familie werden
2 – die Kultur kennenlernen
3 – die Arbeit an sich (Kinder)
4 – Sprache verbessern
5 – Abenteuer, was NEUES
6 – fester Wohnsitz und festes Gehalt
7 – selbstständiger werden (diesen Punkt hab ich ganz frech zu Hannahs Gründen hinzugefügt 😉 )

Für mich persönlich muss ich in diesem kleinen Zwischen-Fazit (nach fast genau drei Monaten) sagen, dass die Punkte 2, 3, 4, 6 und 7 für mich absolut in Erfüllung gegangen sind! Meine Sprachverbesserung habe ich zwar zu 90% der Tatsache zu verdanken, dass ich sehr viel Zeit mit Jacqui aus Australien verbringe, aber das zählt trotzdem 😀
Und sosehr ich manchmal über die langen Arbeitszeiten mit den zwei Kids jammere, sosehr liebe ich die meisten Tage mit den beiden und bin einfach froh und dankbar, diese Familie gefunden zu haben.
Der größte Unterschied zu Hannahs Erfahrungen besteht möglicherweise darin, dass ich mich sehr viel selbstständiger fühle als in Deutschland. Dazu kommt es durch ganz viele kleine Dinge: schon allein die Tatsache, dass ich selber nach meiner Wäsche schauen muss, mach irgendwie einen Unterschied. Aber auch, dass es sehr viel wichtiger ist, an alles zu denken, bevor man das Haus verlässt (Wickeltasche dabei? ‚Musst du nochmal auf’s Klo bevor wir gehen?‘ Schlüssel dabei? Hab ich auch wirklich alles auf dem Einkauszettel? …) Und die Erfahrungen, die ich hier schon gemacht habe! Wer kann schon von sich behaupten, schon einmal Kinderkacke von einer Rutsche gewischt zu haben – und all das ohne selber ein Kind zu haben! Überhaupt hatte ich hier mehr eklige Erlebnisse mit Fäkalien als ich zählen kann (oder will 😉 ), dabei habe ich gerade erst ein Viertel meines Jahres hinter mir (oder schon ein Viertel?!).

Wie schon gesagt, muss ich ihr aber zustimmen in dem Punkt, dass man sich nicht wirklich wie in der eigenen Familie fühlt und ich glaube auch nicht wirklich, dass sich das im Laufe des Jahres ändert.

Im Augenblick sucht auch Natalie, mit der ich in London war, eine neue Gastfamilie. Durch die Dinge, die ich von ihr erfahre, und Hannahs Bericht über ihre Gastfamilie, bin ich einfach super dankbar, dass ich eine tolle Gastfamilie gefunden habe. Die Eltern lassen mir genug Freiraum, dass ich mich nicht wie ein Kind behandelt fühle, während die Kids oft sosehr an mir hängen (im wortwörtlichen Sinne), dass es ein Stück weit durchaus ein Ersatz dafür ist, meine Familie in Deutschland zu haben.
Diese eine Aussage muss ich präzisieren: Meine Gasteltern lassen mir unglaublich viel Freiraum! Es wird nie als selbstverständlich angesehen, wenn ich an einem Wochenende babysitte. Meine Gastmutter sagt immer zu den Kids: „Jetzt lasst Celina mal in Ruhe, sie will euch nicht ständig um sich rum haben!“ (was echt süß von ihr ist 🙂 ) Als ich gesagt habe, dass ich dieses Wochenende mit Jacqui nach Deutschland will, haben sie nur gesagt: „Super Idee! Tut uns leid, dass wir euch vermutlich nicht zum Flughafen fahren können.“ Wohlgemerkt zum Flughafen, nicht nur zur Bahnstation! Wann immer ich etwas kochen will, fragen sie mich nur, ob ich Geld für die Einkäufe brauche, oder ob alles da ist. Und auch die kids betreffend, bin ich sehr frei. Egal, was ich mit den beiden mache, solange ich mich mit ihnen beschäftige, ist das in Ordnung! Und als ich die beiden einmal lange habe Fernsehen schauen lassen, weil es mir nicht so besonders ging, meinten sie nur, dass jeder Mal solche Tage hat! Das sind zwar immer nur kleine Dinge, aber insgesamt geben sie mir dadurch wirklich das Gefühl, mir zu vertrauen.

So, das ist jetzt wirklich ein verdammt langer Beitrag geworden! Dafür entschuldige ich mich hier mal; aber das musste auch mal gesagt werden 😉

Liebe Grüße, habt einen schönen Tag,
Celina xx

I’m back!!

Guten Abend ihr Lieben!

Der Titel heute trifft in zweierlei Hinsicht zu.
Zum einen habe ich gerade (mit Schrecken 😉 ) festgestellt, dass ich seit über einer Woche nichts von mir habe hören lassen! Da sind letzte Woche ein paar Faktoren zusammengekommen: Zunächst einmal habe ich mir eine heftige Erkältung eingefangen; wenn ich also gerade nicht auf die Kids aufgepasst habe, lag ich in meinem Bett. Außerdem war meine hostmum die ganze letzte Woche weg, mein hostdad hat sich eher selten blicken lassen; abends war ich also meistens auch einfach viel zu müde, um noch einen Beitrag zu schreiben. Und drittens hatte ich ab Donnerstagabend den Laptop nicht bei mir – mein Deutschlandwochenende war ja angesagt!!
Zum anderen bin ich von genau diesem Wochenende wieder zurück in Deutschland.

Dieses Wochenende war wirklich toll! Geprägt von viel Familie ❤ ❤ ❤ , eindeutig zu wenig Schlaf und ein bisschen Sightseeing.
Jacqui und ich wurden am Donnerstag von ihrer hostmum zur Bahnstation Blackwater gefahren und waren gegen viertel nach zehn am Flughafen in Gatwick. Dort haben wird eine (super ungemütliche, fast schlaflose) Nach verbracht, sind morgens um kurz vor vier durch die Sicherheitskontrollen und haben uns dann ein sehr leckeres Frühstück bei EAT. gegönnt. Meines bestand aus heißer Schokolade und einem Tomate-Mozzarella-Sandwich (das mag zwar nicht so ganz Frühstücks-gerecht sein, aber es hat sich auch nicht nach Frühstückszeit angefühlt). In Stuttgart wurden wir von meinem Papa und meinen Großeltern in Empfang genommen, haben eine kleine Fahrt durch die Stadt gemacht – damit schon mal ein paar der Hauptsehenswürdigkeiten abgeklappert -, um danach meine Oma aufzulesen 😀

In Neckarwestheim angekommen, haben Jacqui und ich Maultaschen gemacht, die wir bei einem verspäteten Mittagessen auch gleich gegessen haben. Danach war nap-time angesagt. Ursprünglich hatten wir danach noch geplant, ins Breuningerland in Ludwigsburg zu gehen, aber das hatten schon geschlossen, also sind wir wieder heim gefahren und haben Das Schicksal ist ein mieser Verräter auf englisch angeschaut.

Samstag stand erstmal lange ausschlafen auf dem Plan, dann eine Shoppingtour in Stuttgart und ein Besuch des Wasens für Jacqui und mich, während meine Familie zu einer Hochzeit gegangen ist. Aus dem Wasenbesuch wurde nichts, da Jacqui nach dem Mittagessen das Gefühl von einer Lebensmittelvergiftung hatte. Sie wollte stattdessen lieber nochmal zu meiner Oma; dort sind wir bis neun Uhr abends geblieben und schon im Rausgehen meinte Jacqui: „Your grandma is great! I love her!“ (Für die Nicht-Englischsprecher: „Deine Oma ist toll! Ich liebe sie!“) Sie hat auf dem ganzen Weg geschwärmt, wie toll die Wohnung ist – und ich war echt froh, dass es ihr offenbar Spaß gemacht hat!

Sonntag sind wir nach Bietigheim-Bissingen gefahren, dort war Apfelfest und verkausoffener Sonntag. Ich hab aber relativ viel Stress gemacht, weil es nur noch anderthalb Stunden bis zu unserem Aufbruch zum Flughafen waren und es noch Linsen und Spätzle geben sollte. Schlussendlich sind wir nach einem sehr leckeren Mittagessen gut in den Flieger gekommen (wo wird direkt über dem Fahrwerk saßen, was erstmal echt merkwürdig war, als es eingefahren wurde!) In Gatwick haben wir dann wegen einer seeehr kurzfristigen Plattform-Änderung den Zug verpasst, sodass wir erst gegen viertel nach zehn in Blackwater waren. Dort haben wir uns ein Taxi mit drei Kadetten geteilt, dadurch nochmal ganz neue Stellen auf dem Gelände gesehen, bevor wir gegen kurz vor elf wieder „zuhause“ waren.
Da es der Geburtstag von meinem hostdad war, habe ich noch mein Geschenk überreicht (ein Bildband über Deutschland) und bin danach todmüde in mein Bett gefallen.
Die Bilder stammen diesmal übrigens von Jacqui 🙂

Heute hat direkt der Alltag wieder Einzug gehalten, mit Aufstehen um kurz vor acht, Kinder in den Kindergarten bringen, Sprachschule, Kinder wieder abholen, Mittagsschläfchen für den Kleinen, ganz viel Tee und einem etwas merkwürdig aussehendem, aber leckerem Abendessen.

Liebe Grüße,
Celina xx

Mehr als ein Monat und weniger als eine Woche

Guten Morgen ihr Lieben!

Ich sitze hier gerade noch ganz gemütlich in meinem flauschigen Schlafanzug im Bett und genieße die Ruhe, die entsteht, wenn ein schreiendes Baby, ein rumbrüllendes Kleinkind, ein winselnder Hund und zwei Erwachsene das Haus verlassen 😀

Der Rest meiner Woche war im Großen und ganzen recht entspannt, da ich zweimal nach Camberley gelaufen bin mit den Kids, es donnerstags ja das Rugby gibt und meine hostmum gestern wieder gegen 14 Uhr nach Hause gekommen ist. Heute werde ich ab 17 Uhr nochmal auf die Kids aufpassen. Wahrscheinlich leg ich bis dahin einen recht faulen Tag ein, räum mein Zimmer auf, mach meine Wäsche, packe meinen Koffer … Es sind nämlich nur noch sechs Tage, bis zu meinem Deutschland-Wochenende und ich kann es kaum erwarten!! Viele Sachen, die ich mitnehme, brauche ich die Woche über nicht, also kann ich problemlos schon den Koffer packen 🙂

Ich bin seit einem Monat und zwei Tagen wieder in England und wie ich schon in meinem letzten Beitrag erwähnt habe, hat sich einiges verändert. Diese vier Wochen und 4 Tage sind rumgegangen wie nichts, ich kann nicht ganz glauben, dass es schon Oktober ist. Gestern hab ich auch mal nachgezählt, wie viele Wochen es noch bis Weihnachten sind: elf Wochen! Das war nur eine Interesse-Sache, aber dann saß ich da und dachte: elf Wochen ist nicht besonders viel und dann ist mehr oder weniger die Hälfte meiner Zeit in England rum! Das geht alles so schnell!

Heute ist Jacquis Geburtstag und ich habe mir den Tag freigehalten, weil wir ursprünglich etwas zusammen machen wollten. Jetzt hat ihre Gastfamilie sie auf einen Geburtstags-Tag ( 😀 ) in Guildford eingeladen. Ich hab das erst gestern Abend spät mitbekommen und da ich um fünf wieder hier sein muss, lohnt es sich nicht wirklich, etwas außerhalb von Camberley zu machen.
Deswegen werde ich mir jetzt mal mein Buch nehmen und ein langes, leckeres Frühstück haben, danach eine lange Dusche nehmen und dann alle Punkte abarbeiten, die ich oben erwähnt habe 😀

Außerdem erfreue ich mich an der Vorstellung, dass ich genau jetzt in einer Woche bei meiner Familie bin ❤ ❤

Liebe Grüße,
Celina xx