Große Ereignisse

Guten Abend ihr Lieben!

Ich kann gar nicht glauben, dass es nur noch weniger als ein Tag ist, bis ich wieder in Deutschland bin. Um 16.40 Uhr hebe ich morgen vom Flughafen Birmingham ab (zumindest wenn alles nach Plan geht 🙂 ) 19.30 Uhr deutscher Zeit lande ich dann in Stuttgart und dann geht’s noch auch den Weihnachtsmarkt – ich kann es kaum erwarten!

Spannend waren auch die letzten zweieinhalb Wochen seit meinem letzten Beitrag.
Direkt los ging’s am 6. Dezember mit dem Abschied von Jacqui. Sie hat mich zum Frühstück bei und mit ihrer Gastfamilie eingeladen. Dieses typisch australische Frühstück (Jacquis Worte) unterschied sich nicht allzusehr von dem typisch britischen Frühstück, das es manchmal in meiner Gastfamilie gibt. Allerdings gab es wirklich sehr leckere pancakes und Marmeladen.
Ich hab mich verabschiedet, kurz bevor sie zum Flughafen aufgebrochen sind. Danach habe ich ein deutsches Adventsessen für meine Gastfamilie und eine Freundin meiner Gastmutter vorbereitet; mit Lebkuchen, Stollen, Spekulatius, nicht zu vergessen die selber gemachten Ausstecherle! Besonders meine Gastmutter und die Kids waren begeistert!

Die darauffolgende Woche ist dann leicht stressig geworden. Montag und Dienstag sind schon mal meine freien Vormittagsstunden weggefallen, da der Kleine mit einer Bindehautentzündung zuhause war. Für Dienstag hatte ich mich außerdem mit Isabel aus meinem Sprachkurs für ein selbstgemachtes deutsches Mittagessen verabredet. Wir sind vorher zusammen einkaufen gegangen und haben dann sehr leckere Semmelknödel mit Pilz-Sahne-Sauce und Nürnberger Würstchen gemacht. Meine Gastfamilie hat Abends noch reingehauen und die Reste der Semmelknödel gab es am Mittwoch mit Ei aus der Pfanne.
Mittwoch war zwar eigentlich recht entspannt, da meine hostmum ab Mittags zuhause war. Aber abends erklärt sie mir dann plötzlich, dass der Umzugslaster bereits an dem Freitag, 11.12., da sein wird und bis Samstagmorgen alles, was für die folgende Woche nicht unbedingt nötig ist, verpackt sein muss! Ich dachte, dass ich eben das Wochenende, 12./13., zum Packen habe. Ich bin also leicht in Panik ausgebrochen und habe abends angefangen wie eine Irre meine Sachen in den großen Koffer und eine Kiste zu packen.
Donnerstag bin ich nicht wirklich groß zum Packen gekommen, da der Geburtstag des Kleinen war. Da meine Gasteltern beide ganz normal gearbeitet haben, hatte ich die zwei bis circa fünf, danach war noch Geburtstagsparty angesagt.
Und Freitag war die Parade zum Abschluss der Kadetten, bei der dieses Mal tatsächlich Prinz Charles (!!!!) dabei war (davon werden auch todsicher noch Fotos von mir eingestellt). Bis wir wieder zuhause waren, war es bereits 15 Uhr und ich war immer noch nicht fertig mit packen. An dem Abend wurde auch mein Bett abgebaut, sodass ich die letzte Woche auf der Luftmatratze verbracht habe.
Samstagmorgen ging es stressig weiter, mit Sachen in den Truck packen (Kühlschränke sind sch***-schwere Dinger!) und gleichzeitig zwei Kinder und Kontrolle halten.

Meine Gastfamilie ist Samstag nochmal für das Wochenende ins neue Haus gefahren und ich habe einen sehr entspannten Sonntag verbracht.
Für die Kids lief die folgende Woche im großen und ganzen recht normal ab, da sie immer noch Kindergarten hatten und auch Rugby am Donnerstag stattgefunden hat. Ich musste allerdings nur montags arbeiten, da mein hostdad die Woche schon frei hatte. Dienstag habe ich mich mit den Mädels aus Camberley zum Frühstück getroffen und abends war noch das Abschiedsessen für Isabel, da sie nur für ein halbes Jahr als Au Pair da war.

Donnerstags bin ich nach London gefahren, habe mich dort mit Natalie getroffen und wir haben Skygarden angeguckt. Auch davon werde ich noch Bilder einstellen, allerdings ist meine Kamera schon verpackt. Skygarden ist absolut einen Besuch wert; man muss nicht wirklich höher hinaus um einen tollen Blick zu haben (35. Stockwerk) und es ist gratis – was gibt’s besseres?!

Und Freitag fand schließlich der eigentliche Umzug statt. Morgens um 10 Uhr haben wir die Hausschlüssel an einen Menschen von der Armee übergeben, sind danach essen gegangen, haben die Große vom Kindergarten abgeholt und uns ins komplett vollgepackte Auto gesetzt. Viele der Sachen, die noch im Haus waren, sind in dem Zimmer geblieben, das mein hostdad ab Januar bezieht. Er wird nämlich auch weiterhin in Sandhurst arbeiten und die Woche über in einem Zimmer auf dem Gelände schlafen.
Nach rund zwei Stunden Fahrt waren wir hier – das heißt Newent in Gloucestershire. Es ist eine Stunde nach Birmingham mit dem Auto, nach London sind es knapp zweieinhalb. Screenshot (18)

Das Haus ist der Hammer! Mehrere hundert Jahre alt und ich lebe im ältesten Teil davon. Außerdem habe ich hier mein eigenes Bad (also im Augenblick meine eigene Toilette, aber ab Ostern wird eine Dusche darin sein ❤ ) Ich bin total verliebt in dieses Haus; es ist einfach so ein richtig typisches englisches Cottage!

Damit waren die mehr oder weniger großen Ereignisse aber noch nicht zu Ende. Denn dieses Wochenende stand ein Besuch in Wales auf dem Plan. Da meine Gasteltern auf dem Weg dorthin noch Freunde besuchen wollten, habe ich mir Weston-super-Mare angeschaut. Der Strand war toll, aber das Wetter war wirklich furchtbar.
Danach sind wir Nanny Ann besuchen gegangen, bevor wir schließlich zu Gillian und Alan gefahren sind, wo wir die Nacht verbracht haben. Gillian ist die Tante meines Gastvaters; die beiden sind supernett – und das Haus steht direkt an den Klippen! Die Aussicht von meinem Fenster war wirklich zum dahinknien. Die zwei leben mittlerweile seit 20 Jahren dort und können immer noch nicht genug haben von der Aussicht. Da würde sogar das Abspülen Spaß machen, man hat nämlich direkten Blick aufs Meer. Abends gab es Lachs in Prosecco-Soße; das Essen war vermutlich das Beste, das ich in Großbritannien bisher hatte!

Am nächsten Tag sind wir nach St. Davids gefahren. Dort gibt es eine wunderschöne Kathedrale und die Ruinen eines Bischofssitzes. Es hat zwischendurch immer mal wieder kurz geregnet, aber sonst hatten wir sehr viel Glück mit dem Wetter!
Danach ging es wieder zu Nanny Ann, da diese noch einen Geburtstagskuchen für den Kleinen hatte. Das ist in ein kleines Familientreffen von Seiten meines Gastvaters ausgeartet, sodass das Haus gerammelt voll war.
Am Abend sind wir wieder zu Gillian und Alan gefahren, hatten wieder ein sehr leckeres Essen – Truthahn und als Nachtisch einen Christmaspudding. Gillian, mein hostdad, die Große und ich sind danach in die Kirche, um Christmascharols zu singen. Gegen halb neun haben wir uns auf den Weg zurück nach Newent gemacht.

Heute stand für mich dann Kofferpacken auf dem Plan; ich kann es kaum erwarten bis es morgen los geht!!

Bis dahin,
Celina xx

Only one week to go

Hallo ihr Lieben!

Es gibt mich noch! Ich hab heute festgestellt, dass ich ja schon wieder eeeewig nichts von mir habe hören lassen 😀

Die letzte Novemberwoche war im Großen und Ganzen recht unspektakulär; soll heißen, es war eine ganz normale Alltagswoche. Mein hostdad ist an dem Wochenende, wo ich bei Natalie war, wieder aus Deutschland zurückgekommen. Einzig unschöne Sache war der Montag. An dem Tag ging es mir wirklich dreckig, ich war gottfroh, dass die kids in der nursery waren, aber dafür durfte ich spontan noch das ganze Abendessen-Programm mit den beiden durchziehen. Das ist schon an guten Tagen recht nervenaufreibend und an dem Tag hat es dafür gesorgt, dass ich pünktlich um neun im Bett lag und geschlafen hab 😀

Letztes Wochenende bin ich Samstags mit Jacqui auf den Weihnachtsmarkt in Winchester. Der ist absolut zu empfehlen und erinnert auch eindeutig mehr an deutsche Weihnachtsmärkte als das Winter Wonderland. Jacqui hat dort zum ersten Mal Glühwein probiert und war begeistert 🙂 Und ich bin dank dem Weihnachtsmarkt endlich meine Weihnachtsgeschenk-Sorgen los!

Sonntag bin ich nach London reingefahren und habe mich dort mit Nico, einem ehemaligen Klassenkameraden getroffen. Wir waren zuerst auf dem Camden Market – ganz schön verrückt dort! Der war aber komplett überfüllt und (was das Essen anging) überteuert. Da wir beide Hunger hatten haben wir uns dann in der Nähe in ein Kebap-Restaurant gesetzt – für £3.90 hab ich einen echt leckeren Döner Wrap bekommen!
Danach wollten wir zum Trafalgar Square (weitere Weihnachtsgeschenke besorgen) und haben den Bus genommen. Da der uns an der Tottenham Court Road rausgeschmissen hat und Nico meinte, er kennt den Weg, sind wir aber dort gelaufen. Merke: Vertraue niemals Nicos Orientierungssinn. Wir haben uns ein paar Mal verlaufen, sind dann noch durch China Town gekommen und letztendlich doch dort gelandet, wo wir hinwollten. Danach haben wir uns noch in das Café Nero gesetzt und was warmes zum trinken gegönnt. Sonntag war nämlich affig kalt; besonders der Wind war einfach nur eklig.

Diese Woche Mittwoch habe ich mit der Großen Ausstecherle gebacken, davon wollen wir diese Woche noch mehr machen, eine Portion ist bei weitem nicht genug. Und ich hab mir fest vorgenommen, auch noch ein paar Vanillekipferl zu backen.

Da ich mit meiner hostfamily am 18.12. nach Newent in Gloucestershire ziehe, ist mittlerweile viel schon in dem neuen Haus. Dazu gehören leider auch die ganzen Gewürze (wer macht denn sowas?!), sodass wir mittlerweile nur noch ungesalzene Nudeln, Kartoffeln, … essen. Das ist schon nicht mehr lecker. Ansonsten wird jetzt auch die Tiefkühltruhe nach und nach geleert, was den Vorteil hat, dass das Essen gewürzt ist. Außerdem ist hier Gefrorenes oft noch um Längen besser, als das Selbergekochte meiner Gasteltern.

Richtig toll finde ich, dass besonders der Kleine mir immer mehr vertraut. Mittlerweile gibt es kein Geschrei mehr, wenn Mummy und/oder Daddy das Haus verlassen, das Windeln wechseln geht uns beiden leichter von der Hand und gestern kam er sogar zu mir gerannt, als er sich verletzt hat, obwohl seine Mummy auch da war. Es geht also echt voran 😀

Diese Woche Freitag ist nochmal eine große Parade von meinem hostdad und ab dann hat er Urlaub – und ich damit auch 🙂 Und es sind nur noch zweieinhalb Wochen, bis es wieder nach Deutschland geht! ❤

Liebe Grüße,
Celina xx